
Reiki Geschichte
Die traditionelle Geschichte erzählt, daß Dr. Mikao Usui (1865-1925), der Reiki Ende des 19. Jahrhunderts wiederentdeckte, ein Privatsekretär eines Politikers und Leiter einer christlichen Universität in Kyoto, Japan, war.
Usui sagte, daß er an die Bibel glaube, aber als seine Schüler ihn fragten, wie Jesus seine Wunder vollbrachte, als er die Verwundeten heilte, konnte er es nicht erklären. Seine Schüler wollten ihm glauben, daß Heilen durch Handauflegen möglich ist, aber sie wollten auch mit eigenen Augen sehen, wie es funktioniert. Dr. Usui antwortete, daß er die Antwort nicht weiß und verließ die Universität, um weitere Nachforschungen anzustellen und die Antwort auf die Fragen seiner Schüler zu finden.
Laut der traditionellen Geschichte, ging Dr. Usui dann zur University of Chicago in den vereinigten Staaten. Nachdem er auch dort die Antowrt nicht finden konnte, ging er wieder nach Japan zurück, um sich bei den buddhistischen Tempeln und Klöstern zu erkundigten, ob sie Heilen. Am Ende ging er in ein Zen Kloster in der Nähe von Kyoto. Sie hatten eine große Bibliothek und er setzte seine Recherchen dort fort. Nach drei Jahren der Suche in diesem Kloster hatte er immer noch keine Antwort auf seine Fragen gefunden. So begann er, die Sanskrit und buddhistischen Texte zu studieren.
Er meditierte und übersetze mehrere Jahre lang die Texte, bis er ein paar Symbole und Mantras (Klänge) in den Texten fand, die teilweise etwa 2500 Jahre zurückgingen. Er wußte jedoch nicht, was mit ihnen anzufangen oder wie sie funktionierten.
Daher beschloß Dr. Usui, 21 Tage lang zu fasten und auf dem Berg Kurama, einem heiligen Berg in der Gegend, zu meditieren. Er legte einundzwanzig Steine an seine Seite und warf jeden Tag einen davon weg. Nichts Ungewöhnliches passierte bis zum letzten Tag, als er einen Lichtstrahl auf sich zukommen sah. Der Strahl traf ihn an der Stirn und warf auf den Boden. Dann sah er Lichtblasen aus goldenem Licht und jedes hatte ein Sanskrit Symbol eingeschlossen. Ihm wurde eine Anleitung gegeben, wie er diese Symbole benutzen sollte mit den Worten "Erinnere Dich, Erinnere Dich". Er wußte, daß dies die universelle Lebensenergie war und nannte sie Reiki.
Während Dr. Usui aufgeregt und voller Energie den Berg hinabstieg, wurde ihm bewußt, daß er die Fähigkeit zu Heilen empfangen hatte. In seiner Eile verletzte er sich seinen Zeh schwer und umfaßte ihn intuitiv mit seinen Händen. Der Schmerz und die Blutung stoppten und er erkannte, daß er jetzt Heilkräfte besaß.
Er bestellte außerdem ein Mahl in einer Herberge am Fuße des Berges und trotz seines langen Fastens vertrug er es problemlos. Er heilte außerdem die Tochter des Wirts, die seit drei Tagen Zahnschmerzen aufgrund einer Entzündung hatte. Als er zum Kloster zurückkehrte, heilte er den Abt von seinen Schmerzen aufgrund eines Arthritis-Anfalls.

Ungereimtheiten in der traditionellen Geschichte
Der Reiki Meister William Rand recherchierte die Reiki Geschichte von Dr. Usui und stellte fest, daß er nie in der University of Chicago eingeschrieben war und dort auch keinen Doktor-Titel empfing. Es ist außerdem nicht sicher, ob es je eine christliche Universität in Kyoto gab.
Die Einzelheiten über Mikao Usui, die wir kennen, kommen alle von Hawayo Takata, und es wird angenommen, daß sie die Fakten verändert hat, um so kurz nach dem zweiten Weltkrieg das Interesse der Leute im Westen an einer japanischen Heiltechnik zu steigern.

Es steht jedoch fest, daß Dr. Usui sein Leben lang nach einer Methode, mit den Händen zu heilen, suchte und Hinweise darauf in den buddhistischen Sutras und Sanskrit Texten fand, die ihren Ursprung vor 2500 Jahren in Tibet haben. Nach einer längeren Zeit des Fastens und der Meditation hatte er eine Erfahrung, die ihm die Fähigkeit zu heilen gab, und zu verstehen, wie er diese Heilfähigkeit nutzen und an andere weitergeben konnte.
