Wie der Verstand funktioniert
Das Gehirn hat Wissenschaftler schon immer fasziniert. Es besteht aus Millionen von Zellen und wiegt zwischen 1200 - 1500 Gramm. Informationen werden durch die chemische Substanzen weitergegeben und erlauben eine Zusammenarbeit von Gehirn und Körper durch das Nervensystem. Diese Chemikalien sind zum Beispiel für unsere Stimmung verantwortlich. Das Gehirn ist wie ein Computer, der unsere ganzes komplexes Körpersystem leitet. Wir müssen uns nicht um Herzschlag, Atmen, Hormonproduktion etc. kümmern. Um ehrlich zu sein sind diese Aktionen viel zu wichtig, daher liegen sie außerhalb unseres Kontrollbereichs. Stattdessen ist alles in unser Unterbewußtsein programmiert.
Das Gehirn arbeitet in vier allgemeinen Stadien, die durch ihre Frequenz und erzeugte Elektrizität durch den Chemikalienaustausch der Neuronen bestimmt. Die vier Stadien bestehen aus vollem Bewußtsein, wenn die Frequenz am EEG im Beta Bereich (14-35 Hz) liegt. Das Hypnosestadium findet im Alpha Bereich (8-13 Hz) statt, die Traumphase im Theta Bereich (4-7 Hz) und während des Schlafens liegt die Gehirnaktivität im Delta Bereich (0.5-3 Hz).

Es ist bewiesen, daß die ersten 8 Wochen im Leben eines Babies die wichtigsten sind, da in dieser Zeit die Verbindungen im Gehirn hergestellt werden. Alles, was einem Kind während der ersten 7 Jahre passiert, entscheided sein Verhalten und seine Denkweise für das restliche Leben. Oft erinnern wir uns nicht einmal mehr daran, aber die Informationen bleiben in unserem Unterbewußtsein gespeichert und beeinflussen uns.
Neuro-Chirurgen fanden heraus, daß das Unterbewußtsein drei Gebieten im Gehirn zugeordnet werden kann. Das erste sind die Temporallappen. Durch Stimmulation der Nervenzellen in diesem Gebiet konnten die Chirurgen einige Erinnerungen hervorbringen. Das zweite Gebiet ist das Kleinhirn, das hinter dem Hirnstamm sitzt und Koordination und erlernte Fähigkeiten speichert. Verletzungen in diesem Bereich führen zu ruckartigen und unkoordinierten Bewegungen. Das dritte Gebiet ist der Hypothalamus, der das endokrine System und unfreiwillige Bewegungen regelt; Herzschlag, Verdauung, Temperatur etc.

Bereits Albert Einstein sagte, daß wir nur etwa 10% unseres Gehirns benutzen. Die restlichen 90% sind das Unterbewußtsein. Die meisten Funktionen werden vom Unterbewußtsein automatisch durchgeführt, sie können jedoch durch Gefühle beeinflußt werden. Tatsache ist, daß negative Gefühle wie Angst oder Streß zum Beispiel Krankheiten auslösen können. Das Unterbewußtsein hat auch alles gespeichert, was wir mit unseren fünf Sinnen aufnehmen. Wenn das Gehirn nicht verletzt ist, sind diese Informationen gepseichert, obwohl wir uns vielleicht nicht daran erinnern - manchmal zu unserem eigenen Schutz. Es ist außerdem das Zentrum unserer Gefühle. Unsere Gewohnheiten sind dort gespeichert, so daß wir nicht über Sachen wie Laufen, Radfahren etc nachdenken müssen, wir tun es automatisch. Das Unterbewußtein erlaubt uns, unsere Vorstellungskraft zu benutzen, ein tolles Werkzeug, das wir für, aber leider auch gegen uns, verwenden können. Es gibt uns auch die Energie und Motivation, Sachen zu erledigen. Je interessierter wir sind, desto motivierter sind wir. Dies ist ein Zeichen dafür, wie sehr unser Hirn unseren Alltag beeinflußt.

Auf eine Art kann unser unser Gehirn als Geisel halten. Durch Konditionierung, können unsere Vorstellungen feststecken und uns alle Hoffnung nehmen, oder auch nur den Versuch, unser Leben zu verändern. Um zu zeigen, wie stark unser Hirn ist, können wir den Elefanten als Beispiel nehmen. Wenn ein wilder Elefant in Afrika gefangen wird, werd er abgeschirmt und dort eine Weile gelassen. Nach einer Art Hirnwäsche wird er zahm. Dann, zum Beispiel im Zirkus, wird er lange Zeit mit einem Bein an den Boden gekettet. Der Elefant gewöhnt sich daran und akzeptiert, daß er von dieser Kette nicht ausbrechen kann. Da ein Elefant sehr schwer ist, schein es jedem logisch, daß es für einen Elefanten leicht sein müßte, mit einem Ruck die Kette zu zerreißen und davonzurennen. Aber der Elefant weiß das nicht, denn das Image, daß die Menschen stärker sind, läßt ihn aufgeben.
Wir sind gleich, neigen oft dazu aufzugeben, wenn eine Sache erfolglos scheint - wenn wir allem Anschein nach nicht von der Kette ausbrechen können, die uns anbindet. Diese Kette kann durchbrochen werden; die Kette, die uns zurückhält ist unser Glaubenssystem.
Negative Gedanken können ein pessimistisches Verhaltensmuster verursachen, genauso wie ein pessimistisches Verhalten negative Gedanken verursachen kann. Laut dem Psychiater Jeffrey Schwartz kann der Verstand mindestens so stark sein wie Medizin, wenn man das Gehirn ummodeln will. Wir können undere Denkweise anpassen, dies ändern dann under Verhalten was zu einer Veränderung unserer Persönlichkeit führt. Um eine positive Nachricht in unser Unterbewußtsein einzuspeißen, muß die alte Nachricht entfernt werden. Da die unerwünsche alte Nachricht nicht automatisch von der gewünschten neün Nachricht gelöscht wird, muß sie zuerst null und nichtig gemacht werden. Wenn wir einmal erkannt haben, daß wir alle Gewohnheitstiere sind, können wir neue Verhaltensmuster entwickeln, indem wir positive Angewohnheiten auswählen, die genug Spaß machen, um die ungewollten Gewohnheiten zu überwältigen. Es hilft auch, die Gewohnheiten "umzubennen", zum Beispiel eher "Ich habe einen Nikotin-Drang" als einen Anfall.
Das Unterbewußtsein kann mi einem kleinen Kind verglichen werden. Es kann nur in Bildern denken. Es akzeptier, was ihm gesagt wird, ohne es zu rationalisieren oder analysieren. Es bezieht sich auf unseren Glauben und vergangene Erfahrungen. Es beurteilt daher nicht wirklich, was gut für uns ist. Vernunft kommt vom Bewußtsein, das nur 10% ausmacht. Daraus können wir die Hirnregel aufstellen, daß Vorstellungskraft viel mächtiger ist als Verstand. Vorstellung bedeutet, in underem Kopf Bilder zu erstellen, die nicht unbedingt real sind. Wir können Vorstellung durch Hypnose oder Visualisation nutzen, um unser Leben bedeutend zu verbessern. Durch ständiges Sorgen oder negative Gedanken können wir die Kraft aber auch nutzen, um uns selbst zu "zerstören".
Dieses Wissen stellt klar, daß Gedanken eine leichte Art von Energie sind. Dies bdeutet, daß wir vorsichtig sein müssen, was wir sagen oder denken. Sprichwörter wie "Das schlägt auf den Magen" die gedankenlos verwendet werden, können ungewollt Energie zu bestimmten Körperteilen leiten und körperliche Krankheit verursachen, weil durch die Wiederholung das Unterbewußtsein am Ende daran glaubt. Einer der besten Beweise, daß der Verstand stärker ist als die Vernunft sind die vielen Erfolge mit Placebos. Es wurden nicht nur mit Schmerzlinderung Versuche gemacht, sondern auch mit Herzkrankheiten und Krebst und es wurde herausgefunden, daß mindestens 30% der Patienten positiv reagierten, manchmal sogar besser als auf die ursprüngliche Medizin. Ein großer Vorteil der Placebos ist, daß sie keine Nebenwirkungen haben. Anton Mesmer berichtete bereits im 19. Jahrundert von ähnlichen Beispielen, aber manche Aerzte argumentieren immer noch über die mächtigen Wirkungen unseres Verstandes.
Mitte des 19. Jahrhunderts, begann James Esdaile Hypnose als Narkose bei vielen Operationen in Indien zu benutzen und erzielte sehr positive Ergebnisse. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Leute starben, war viel geringer. Obwohl Herr Esdaile den genauen Grund dafür nicht kannte, wissen wir heute, daß Hypnose das Immunsystem stärkt. Forschung hat bewiesen, daß Gefühle oder andere Hirnaktivitäten unser Immunsystem beeinflussen.